In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In einer reflexiven Designpraxis betrachten Designer:innen nicht nur das zu entwickelnde Endprodukt, sondern auch den Prozess, durch den sie dorthin gelangen. Sie reflektieren über ihre eigenen Vorannahmen, Werte und kulturellen Einflüsse sowie über die potenziellen Auswirkungen ihres Designs – etwa auf die Gesellschaft oder die Umwelt. Denken und Designen stellen dabei “zwei Seiten einer Medaille” dar, indem kaum jemand denken kann, “ohne seine Gedanken zugleich in Form zu bringen” (Hornuff, 2014). Grundlage dieses Seminars ist die Auseinandersetzung mit Theorien, Texten und Standpunkten des Designs und die Durchforstung der Möglichkeitsräume und Herausforderungen einer Ausweitung des Designbegriffs. Ziel ist es, ein solides Verständnis für theoretische Konzepte sowie die komplexen Sachverhalte im Design zu entwickeln. Dazu nähern wir uns verschiedenen Arten, Narrativen und Traditionen von Designtheorien an, die für die verschiedenen Bereiche und Subdisziplinen des Designs von Bedeutung sind (oder als relevant behauptet wurden). Diese spüren wir sowohl in sogenannten “Klassikern”, also auch in “übersehenen”, mitunter kontroversen Texten auf und stellen
und stellen dabei womöglich auch eigene Positionierungen auf die Probe. Wir wollen dies als Anregung von Denkhorizonten begreifen, die für das gestalterische Schaffen ebenso von Bedeutung sind, wie die Herausforderung, sich in einer Welt zurechtzufinden, in der so ziemlich alles um uns herum gestaltet ist.
Tom Bieling